Grundsätzliches

Seit dem 01. April 1995 stehen pflegende Angehörige (damit sind auch z. B. Freunde oder Nachbarn pflegebedürftiger Menschen gemeint) unter bestimmten Voraussetzungen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Beiträge für den Versicherungsschutz werden von Kommunen getragen.

Der Versicherungsschutz ist jedoch davon abhängig, dass pflegende Angehörige einen Pflegebedürftigen (im Sinne des Sozialgesetzbuches XI) nicht erwerbsmäßig und in häuslicher Umgebung pflegen.

D.h., die pflegenden Angehörigen dürfen für ihre Tätigkeit keine finanzielle Zuwendung erhalten, die das gesetzliche Pflegegeld übersteigt. Darüber hinaus muss die Pflege im Haushalt des Pflegebedürftigen, der pflegenden Angehörigen oder im Haushalt einer dritten Person geleistet werden.

Die Belastungen, denen pflegende Angehörige durch die häusliche Pflege ausgesetzt sind, entsprechen in einigen Bereichen den Belastungen beruflich Pflegender. Hinzu kommt jedoch die oftmals enge emotionale Bindung an die pflege- bedürftige Person.

Die Unfallkasse NRW möchte das Engagement der pflegenden Angehörigen unterstützen und sie vor Gesundheitsgefahren und Unfällen schützen.

Zu diesem Zweck haben wir eine Serie von Faltblättern zur häuslichen Pflege herausgebracht. Diese greifen jeweils ein spezifisches Präventionsthema zur Pflege im häuslichen Umfeld auf und informieren über den Versicherungsschutz von nicht erwerbsmäßig häuslich Pflegenden.

Zudem bringen wir in unregelmäßigen Abständen einen Info-Brief mit dem Titel „Zu Hause pflegen – Bleiben Sie gesund!“ heraus. Der Info-Brief widmet sich jeweils einem Schwerpunktthema und enthält weitere Information für pflegende Angehörige.

In verschiedenen Seminaren für Berufsgruppen, die mit pflegenden Angehörigen in Kontakt kommen, sensibilisieren wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die speziellen Aspekte des „häuslichen Arbeitsschutzes“ und andere Belastungen der pflegenden Angehörigen.