Helfer dürfen nicht zu Opfern werden

Erste Ergebnisse von Gewalt-Studie liegen vor – Jeder achte Retter wurde schon einmal Opfer von körperlicher Gewalt

 

Rund 13 Prozent der Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten in Nordrhein-Westfalen sind in den letzten zwölf Monaten Opfer von körperlicher Gewalt im Einsatz geworden. Das geht aus einer Studie hervor, bei der im Mai und Juni 2017 durch den Lehrstuhl für Kriminologie der Ruhr-Universität Bochum mit Unterstützung des Ministeriums des Innern sowie des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, der Unfallkasse NRW und der komba gewerkschaft nrw 810 Einsatzkräfte zu ihren Gewalterfahrungen im Einsatz befragt wurden.

Gewalt gegen Retter stoppen

Gewalt gegen Retter stoppen: NRW befragt 4.000 Freiwillige zu Erfahrungen

Fast alle Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst mussten schon einmal erleben, wie ein ganz alltäglicher Einsatz plötzlich eskaliert. „Deshalb machen wir alles, um Aggressivität und Gewalt gegenüber den Rettern zu stoppen“, sagt NRW-Innenminister Ralf Jäger. „Genau deshalb wollen wir mehr über die Ursachen von Übergriffen auf unsere Einsatzkräfte lernen.“

Bericht“ Konfliktinterventionen in somatischen Akutkliniken“

Beschäftigte im Gesundheitswesen sind häufig von Aggression durch Patienten und deren Angehörige betroffen. Dies birgt für die Beschäftigten die Gefahr physischer, psychischer oder emotionaler Folgeschäden.

Die Unfallkasse NRW beauftragte daher den Fachbereich Gesundheit der Fachhochschule Bern mit einem Projekt, an dessen Ende Vorschläge für ein praxisorientiertes Präventionskonzept zur Reduktion von Aggressionsereignissen in Krankenhäusern formuliert werden sollten.